Hundeallergie

Eine Allergie gegen Hundehaare diagnostizieren und behandeln

Wer schon Erfahrungen mit anderen Allergien gemacht hat, der weiß ungefähr, wie sich eine Hundeallergie auswirkt.

Die Symptome und Behandlungsmöglichkeiten unterscheiden sich von anderen Allergiearten kaum. Jedoch treten hier häufiger auch Hautprobleme auf, wie Hautjucken und Quaddeln.
Unbehandelt kann sich eine harmlose Allergie, auch zu Asthma entwickeln. Deshalb sollte man allergische Reaktionen stets ernst nehmen.

Problematisch ist es insbesondere, wenn sich eine Allergie auf Hundehaare ausprägt während man einen Hund hält. Dies kommt leider recht häufig vor. Verständlich, dass die wirksamste Lösung, nämlich den Hund abzugeben, von den meisten Hundebesitzern abgelehnt wird. Nicht nur der Halter des Hundes hat sich an das Tier gewöhnt, auch der Hund fühlt sich als Teil der Familie. Deshalb sollte jeder Versuch unternommen werden, zuerst die Allergie zu behandeln bevor man den Hund abgibt.hundeallergie

Mitunter lassen sich leichtere Allergiesymptome gut behandeln oder die Beschwerden lassen sich auf einfache Weise unterdrücken.

Vorbeugung gegen eine Hundeallergie

Am effektivsten wäre es natürlich auf einen Hund komplett zu verzichten oder jeglichen Kontakt zu Hunden zu unterbinden, wenn man sich einer Allergie gegen Hunde bewusst ist. Verständlicherweise geben sich die wenigsten Hundefreunde damit zufrieden.

Da es für Hundebesitzer und deren Familienmitglieder, aber noch keine 100% wirksame Therapie gibt, hat man nur vier Möglichkeiten, wenn man trotzdem einen Hund möchte.

  • Eine andauernde medikamentöse Behandlung. Dies ist nicht ratsam, da sich die Symptome oft zwar weitestgehend ausschalten lassen, aber nicht immer. Als Folge kommt es oft zu einem Leistungsrückgang (Allergikerkinder beispielsweise bekommen erfahrungsgemäß schlechtere Noten, wenn sie über Allergenbelastung klagen) und die möglichen Folgen einer Dauerbehandlung mit Allergiepräparaten sollten auch berücksichtigt werden.
  • Die bevorzugte Hunderasse erst mal “ausprobieren”. So kann man versuchen längere Zeit schon mal mit Hunden der gewünschten Rasse in Kontakt zu treten. So kann man auf Hunde anderer aufpassen, beispielsweise in deren Urlaub oder den Hund eines Bekannten mal ausführen und ausgiebig streicheln. Auch Tierheime ermöglichen es Hunde auszuführen. Dies sollte aber über einen längeren Zeitraum geschehen, allergische Reaktionen zeigen sich nicht automatisch beim Erstkontakt.
  • Eine Allergie gegen Hundehaare zeigt sich mitunter auch erst wenn der Hund ausgewachsen ist. während der Kontakt zum Welpen gut vertragen wird können sich auch später noch Probleme ergeben. Deshalb sollte man sich nach Möglichkeit für einen erwachsenen Hund entscheiden.
  • Wenn man sich auf eine allergenarme Hunderasse festlegt, minimiert man zumindest das Risiko einer allergischen Reaktion. Eine hundert prozentige Sicherheit gibt es aber nicht, jeder reagiert individuell auf die Hundeallergene.

Egal, wie Sie sich entscheiden, man sollte immer auch das Wohl des Hundes mitberücksichtigen.

Die ersten Schritte bei einer Hundeallergie

  • Zunächst gilt es im Haushalt dafür zu sorgen, dass die Hundehaare so weit wie möglich aufgesaugt bzw. anderweitig entfernt werden. Insbesondere Teppiche, Vorhänge und Polstermöbel sollte man nicht vergessen, da sich der Staub mit den Allergenen dort gerne festsetzt. Das saugen und reinigen sollte man nach Möglichkeit als Allergiker nicht selbst machen.
  • Da die Hundeallergene auch unsichtbar über die Kleidung transportiert werden, darf man auch hundefreie Räume bei der Reinigung nicht auslassen.
  • Sollte der Hund einen festen Platz im Bett bekommen haben, so empfehlen wir dies zukünftig zu unterlassen.
  • Achten Sie darauf den Hund häufiger zu bürsten und waschen und möglicherweise die Haare etwas öfters zu schneiden.
  • Nach jedem Kontakt mit einem Hund sollten gründlich die Hände gewaschen werden, um Tierhaare zu beseitigen.
  • Linderung erhält man meist auch, indem man sich duscht und seine Haare wäscht. Das spült alle Allergene vom Körper und gleichzeitig können die Allergene, die vorher noch in den Haaren waren, nachts nicht mehr eingeatmet werden. Eine zusätzliche Nasenspülung, befreit auch noch die Schleimhäute von den Allergieauslösern. Dann frisch gewaschene und damit allergenfreie Kleidung anziehen und man sollte sich zumindest schon etwas wohler fühlen.
  • Idealerweise benutzt man nach dem Waschvorgang noch einen Wäschetrockner, dieser entfernt Hundehaare besonders gut.
  • Zigarettenrauch führt zu einer ständigen Reizung der Atemwege. Eine angegriffene Schleimhaut ist anfällig für die Allergene in den Hundehaaren, ein Nikotinverzicht daher empfehlenswert.
  • Das Immunsystem sollte mit gesunder und abwechslungsreicher Ernährung sowie Bewegung gestärkt werden, um die eigene Immunabwehr zu verbessern. Dies heilt keine Allegien, kann aber die Anfälligkeit für allergische Reaktionen verbessern. Auch die Zugabe von Zink wird dazu von Fachleuten empfohlen.

Die Symptome einer Hundeallergie

Die Symptome einer Allergie gegen Hundehaare muss man ernst nehmen, da im schlimmsten Falle sogar allergische Schocks auftreten können.

  • Die Augen reagieren oft mit Jucken, Brennen, auch Augenrötungen und geschwollene Augenlieder treten auf.
  • Die Nase reagiert ebenfalls mit einem Jucken, sie läuft und kann sich verstopfen.
  • Im Hals schwellen die Schleimhäute an, Schleim kann sich bilden, es kann kratzen und kribbeln bis hin zu Atemnot.
  • Auch Hautreaktionen mit Juckreiz, Ausschlag und Quaddeln sind möglich.
  • Es ist durchaus möglich, dass auch Schlafstörungen, Erschöpfungszustände, Kopfschmerzen oder Depressionen durch Hundeallergien auftreten.
  • Im schlimmsten Falle sind auch Asthma ähnliche Reaktionen möglich.

Wichtig ist es zu wissen, dass die Symptome je nach Person verschieden sind. Bei manchen tritt nur eine der genannten Reaktionen auf, bei anderen sind es sämtliche genannten Allergiesymptome.

Die Diagnose einer Hundeallergie

Wer eines oder mehrere der genannten Symptome im Zusammenhang mit einer Allergie gegen Hundehaare vermutet, sollte nicht zögern und einen Allergologen aufsuchen. Den Facharzttitel Allergologe erwerben Ärzte aus verschiedensten Fachrichtungen. Am häufigsten handelt es sich um Dermatologen (Hautärzte).

Um eine Hundeallergie zu diagnostizieren, gibt es verschiedene Testmethoden.

  • Zunächst allerdings findet immer ein ausführliches Gespräch über die Geschichte der Krankheit mit dem Patienten statt. Hier wird schon abgeklärt, ob die Beschwerden möglicherweise auf anderen Ursachen beruhen.
  • Bei der anschließenden Untersuchung, werden die betroffenen Körperteile, wie Augen, Nase und Hals auf Entzündungen untersucht.
  • In den meisten Fällen wird der Allergologe einen allgemeinen Hauttest, den so genannten Pricktest durchführen. Dabei wird nicht nur eine mögliche Allergie gegen Tierhaare untersucht, sondern auch gegen andere Allergene, wie Gräser und Bäume. Dies macht durchaus Sinn, da Hundeallergiker in der Regel nicht nur auf Hunde allergisch reagieren. Bei diesem Test wird das jeweilige Allergenextrakt unter die Haut geritzt, um danach eine allergische Reaktion bestimmen zu können.
  • Beim Bluttest ermittelt ein Labor die Reaktion auf Allergene, dazu wird etwas Blut (beispielsweise aus den Venen) entnommen und auf spezifische IgE-Antikörper untersucht. Ist dieser Wert erhöht, so liegt eine Allergie vor, vermutlich eine Hundehaarallergie.
  • Auch das Testen der allergischen Reaktion auf gewisse Hundearten ist möglich.
  • Der Provokationstest, bei dem das Hundehaarallergen direkt mit dem Auge oder der Schleimhaut in Verbindung gebracht wird, wird wegen der möglichen starken allergischen Reaktionen nur selten von Ärzten durchgeführt.

Die Behandlung einer Hundeallergie

  • Aus Sicht vieler Ärzte ist die größte Hilfe für den Hundeallergiker sich vom Allergieauslöser, sprich dem Hund, zu trennen.
  • Sollte Ihr Arzt diesen Vorschlag machen, so lassen sie sich noch nicht entmutigen. Es gibt auch viele andere Therapieformen, die es ermöglichen ihren lieb gewonnenen Vierbeiner zu behalten.
  • Um ihre Beschwerden zu lindern gibt es viele verschiedene Allergiepräparate. Die bekanntesten Wirkstoffe für Hundeallergiker sind die klassischen Antihistaminika mit den Wirkstoffen Cetrizin und Loratadin in Tablettenform. Normalerweise reicht hier die Einnahme einer Tablette.
  • Bewährt hat sich auch die Cromoglicinsäure in Form von Tropfen für die Augen und Sprays für die Nase.
  • Steht ein intensiver Kontakt mit Hunden bevor, können Antihistaminika, Nasentropfen und antiallergische Augentropfen auch vorbeugend eingenommen werden.
  • Diese Mittel zur Behandlung der Hundehaarallergie kann man größtenteils rezeptfrei in der Apotheke erhalten.
  • Bei plötzlichen Symptomen wie Luftnot, führt ein schnell wirksames Spray zur Bronchien Erweiterung zur normalen Atmung. Dieses verschreibt der Arzt und ist verschreibungspflichtig.
  • Entsteht ein Kontaktekzem, lässt sich der Juckreiz durch das Kühlen mit kaltem Wasser oder mittels Kühlkissen beruhigen. Im Anschluss wird zur Heilung des Ekzems eine milde Creme mit einem geringen Hydrocortison Anteil aufgetragen. Bei einem sehr ausgeprägtem Ekzem kann eine ärztliche Behandlung mit einer cortisonhaltigen Creme notwendig werden.
  • Darüber hinaus versprechen spezielle Luftreinigungsgeräte und Luftwäscher, die Allergene aus der Luft zu filtern.Behandlung Hundeallergie

Längerfristige Therapie einer Hundeallergie

Bei sehr ausgeprägten Symptomen kann längerfristig eine Hyposensibilisierung (auch Desensibilisierung genannt) sehr gut helfen, um die Hundehaarallergie für immer loszuwerden.
Zu beachten ist, dass diese Therapie zumeist auf mindestens drei Jahre ausgelegt ist. Dazu werden wöchentlich sich steigernde Dosen des Allergens unter ärztlicher Aufsicht injiziert. Im Laufe der Zeit soll sich der Körper daran gewöhnen und dagegen immun werden, dadurch wird die allergische Reaktion beendet.

Die Hyposensibilisierung bei Tierhaaren scheint aber insgesamt weniger erfolgreich zu sein, im Vergleich zu anderen Allergien, wie einer Allergie gegen Gräser.

Kontakt zum Hund

Wer den direkten Kontakt mit Hunden nicht komplett einschränken will oder kann, sollte zumindest ein paar Dinge beachten:

  • Hat man den Hund gestreichelt, so sollte man unbedingt sein Hände waschen.
  • Hat man mit dem Hund gekuschelt oder intensiveren Kontakt gehabt, so sollte auch die vom Hund berührte Kleidung gewechselt werden.
  • Will man mit dem Hund herumtoben, ist es draußen immer besser, da dann die Allergene nicht Zuhause verteilt werden.

Eine unbehandelte Hundeallergie kann zu Asthma führen

Die Symptome dieser Allergieform muss man unbedingt ernst nehmen, sonst droht der berüchtigte Etagenwechsel. Sprich aus einer harmlosen Allergie, entwickelt sich Asthma. Vermeiden lässt es sich, indem man die Beschwerden der Hundeallergie mit Antiallergika lindert und gegebenenfalls auch therapiert.

Die Mühe die der Umgang mit einer Hundehaarallergie bereitet kann sehr hoch sein, dafür kann man aber auch zukünftig die Zeit mit seinem liebgewonnenen Hund weiterhin Teilen.

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